In nicht einmal mehr 20 Tagen ist bereits der errechnete Entbindungstermin. Die Geburt naht. Höchste Zeit für die Geburtsvorbereitung!

Was für Gedanken ich mir zu diesem Thema gemacht habe und was in meine Kliniktasche gekommen ist, erzähle ich euch jetzt.

 

Gedanken zur Geburt

Lange Zeit habe ich mir überhaupt keine Gedanken über die bevorstehende Geburt gemacht. Viel mehr wollte ich es alles auf mich zukommen lassen wie beim ersten Mal. Doch mit der Zeit wurde mir klar, dass diese Geburt eigentlich ganz anders verlaufen soll als die Erste.

 

Ein kleiner Rückblick

Die erste Geburt war, im Nachhinein gesehen, eine kleine Katastrophe. Dreiundzwanzig Stunden Wehen, ein Muttermund der sich nicht öffnen wollte, vier Mal Wehenhemmer, Erbrechen, eine falsch gesetzte PDA, Panik durch Ärzte bezüglich der Herztöne und die klassische „legen Sie sich auf das Bett“ – Position. Ja, ich habe mir eine Geburt schmerzhaft vorgestellt, doch nicht so, dass sie mir die Füße unter dem Boden wegzerrt. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht mal mehr an alle Details richtig erinnern, vieles weiß ich nur durch den Herzmann, der mir ununterbrochen zur Seite stand. Wahrscheinlich ist das auch besser so.

Eins ist sicher, dieses Mal soll alles anders sein. Zumindest das, was beeinflussbar ist.

 

Mein Wunsch

Eine Geburt ist nicht einfach, dennoch so besonders. Doch kann durch Außeneinwirkung so vieles kaputt gemacht werden, wie zum Beispiel durch gestresste Hebammen oder Ärzte, die den einfachsten/schnellsten Weg gehen wollen. Der einfachste oder schnellste Weg ist nur nicht immer der, der für einen selbst der Richtige ist. Vor allem die Geburtsposition kann so viel ausmachen. Nach der ersten Geburt habe ich mich viel mit diesem Thema auseinandergesetzt. Auf „Hebammenwissen“ könnt ihr euch alle Geburtspositionen einmal anschauen. Mir hat diese Auflistung mit allen Vor- und Nachteilen wirklich sehr geholfen. Ich habe, für mich, Positionen ausschließen können und bin nun viel offener für andere.

Für die Geburt des Babymädchens wünsche ich mir mehr Selbstbestimmung. Ich möchte auf mich und meinen Körper hören und nicht wie jemand unmündiges behandelt werden. Viel zu sehr habe ich mich beim ersten Mal in eine Rolle gedrängt gefühlt, in die ich nicht hineinpasste. Dieses Mal soll alles ruhiger ablaufen. Ich möchte lernen über meine Grenzen zu gehen. Auch soll mein Partner, wenn er schon an meiner Seite ist, mehr einbezogen werden können. Leider war dies beim ersten Mal nicht der Fall. Oft wurden seine wirklich lieben Worte von der Hebamme abgetan und er zur Seite gedrängt.

Ein weiterer Wunsch von mir ist, wieder ambulant entbinden zu können. Da ich absolut kein Krankenhausmensch bin, kann ich dort auch nicht entspannen. Viel mehr fühle ich mich unwohl und verkrampft. Aufgrund dessen entschied ich mich auch nach der ersten Geburt am selben Tag nach Hause zu gehen. Dies war die beste Entscheidung die ich hätte treffen können, denn kaum zu Hause angekommen, konnte ich endlich loslassen und die Zeit mit unserem Baby genießen.

Zusammengefasst:

  • Keine PDA
  • Verschiedene Geburtspositionen ausprobieren
  • Musik im Hintergrund (eigene Playlist)
  • Kein Stress durch Außeneinwirkung
  • Ambulante Entbindung (wenn alles gut läuft)

 

Ich weiß, dass nicht immer alle Wünsche erfüllt werden können. Diese einmal aufgeschrieben und verinnerlicht zu haben, hilft mir aber schon jetzt besser mit dem Thema Geburt umzugehen. So fühle ich mich zum jetzigen Zeitpunkt gut vorbereitet, denn meine Gedanken und Wünsche sind gesammelt und haben sich fest in meinem Kopf manifestiert.

 

 

Meine Kliniktasche

Damit man sich in der Klinik, egal ob ambulant oder stationär, auch wohlfühlt, ist es wichtig persönliche Sachen für sich und das Baby dabei zu haben.

Die Kliniktasche sollte deshalb, so finde ich, mit Bedacht gepackt werden. Nicht zu viel und nicht zu wenig, sage ich immer.

In meine Kliniktasche wandert deshalb alles, was ich, während und nach der Geburt, für wichtig erachte.

 

Für die Mama

Während der Geburt
  • Ein Hemd oder großes Shirt in dem man sich wohlfühlt. Natürlich tun es die Krankenhaus Hemdchen auch, dass muss jeder für sich entscheiden.
  • Reinigungstücher, Erfrischungstücher oder ein nasser Waschlappen. Tut unglaublich gut, wenn man durch die ganzen Wehen ins Schwitzen gekommen ist.
  • Dicke Socken! Denn wie sagte meine Hebamme so schön:“ Kalte Füße hemmen die Wehenaktivität.“ (..und das will ja niemand)
Nach der Geburt
  • Frische Anziehsachen: Leggins, Stilltop oder BH, lockeres Shirt, Strickjacke
  • Hausschuhe
  • Stillkissen (!!!)
  • Kosmetiktasche zum frisch machen
  • Trockenshampoo, denn nach Haare waschen war mir eindeutig nicht.
  • Stilleinlagen, Brustwarzensalbe. Hierbei schwöre ich auf die Marke LANSINOH. Eine absolute Empfehlung meinerseits.
  • (Binden und Einweg Schlüppis werden meistens vom Krankenhaus zur Verfügung gestellt)

Für das Baby

  • Homecoming Outfit: Body, Strampler oder Set bestehend aus Hose und Pullover, Kratzhandschuhe, dicke Socken, Haube, Overall zum drüberziehen.
  • Schlafsack, falls man doch mehrere Nächte in der Klinik verbringt
  • Babyschale
  • (Windeln, Feuchttücher, etc. sind im Krankenhaus vorrätig)

 

Unterlagen

  • Mutterpass
  • Je nachdem ob man ambulant oder stationär entbindet: Geburtsurkunde/Ausweis

Das waren auch schon die wichtigsten Sachen, die in meiner Tasche gelandet sind. Zur Veranschaulichung habe ich euch ein paar Bilder meiner Kliniktasche angehängt. 😊