Die Schwangerschaft. Eine wunderschöne Zeit. Eine Zeit in der man in sich geht und völlig auf seinen Körper einlassen will.

Doch kaum wird der Bauch sichtbar, sind sie überall zu hören. Was? Die gut gemeinten Ratschläge. Die etwas zu persönlichen Kommentare. Oder aber die permanenten Nachfragen.

Welche davon meine Favoriten sind, erzähle ich euch jetzt!

 

„War es ein Wunschkind?“

Das ist meine absolute Nummer eins unter all den Fragen die ich in der ersten Schwangerschaft aber auch jetzt wieder gestellt bekommen habe. Ich muss zugeben, dass ich diese Frage schon dezent nennen wir es unhöflich finde. Ja natürlich war es ein Wunschkind! Geplant oder ungeplant – ein Kind ist bei mir und meinem Partner immer erwünscht. ❤

 

 

„Oh du hast aber ganz schön unreine Haut bekommen. / Wie viel hast du denn schon zugenommen?“

Ja man glaubt es kaum, aber wenn Frauen schwanger sind verlieren andere Menschen anscheinend jede Scheu eine Frau auf ihr Äußeres anzusprechen. Im Normalfall kann man froh sein, wenn irgendjemand denn so freundlich ist einen auf Essensreste zwischen den Zähnen oder Klopapier unter dem Schuh aufmerksam zu machen. In der Schwangerschaft jedoch wird nur zu gerne auf „Problemzonen“ hingewiesen. Eins sei euch gesagt ihr lieben Kritiker: Wir Frauen wissen ganz genau, dass wir vielleicht zwei Pickel mehr im Gesicht haben oder nun schon bei plus 10 Kilo angekommen sind. Doch es stört uns nicht! Denn viel daran ändern kann man in einer Schwangerschaft sowieso nicht.

 

„Du weißt, dass das aber nicht gut für das Baby ist ?!“

Ob joggen gehen, eine Einkaufstüte tragen oder einen Kaffee trinken, wenn du schwanger bist ist gefühlt jeder Zweite um dich herum ein studierter Arzt. Ach ja, da muss man sich manchmal wirklich schon zusammenreißen nichts zu sagen aber auf manche Diskussionen muss man sich einfach nicht einlassen. 😃

 

„Habt ihr schon einen Namen? / Den Namen habe ich ja noch nie gehört!“

Die Namensfragerei, Namenskritik oder auch die bestimmenden Namensvorschläge. Ein Drama auf höchstem Niveau. Da stellt man sich im Nachhinein doch öfter mal die Frage, ob man den Namen denn beim nächsten Kind denn überhaupt vorher verraten möchte. Die Namensvergabe, so finde ich, liegt nämlich einzig und allein bei den liebenden Eltern. Diese werden sich vorher wahrscheinlich den Kopf über einen passenden Namen zerbrochen haben. Einen tollen Beitrag habe ich dazu auch bei der lieben Inka gelesen.

 

„Willst du stillen? / Das Kind wird doch aber im eigenen Bett schlafen oder?!“

Fragen über Fragen, die im eigentlichen Sinne die schwangere Frau überhaupt noch nicht betreffen. Sie thematisieren die Zeit nach der Geburt. Eine Zeit in der die Familie erst einmal zu sich finden muss – die Kennenlernzeit. Ich denke, dass solche Fragen viele Frauen verunsichert. Sie fühlen sich unter Druck gesetzt der gesellschaftlichen Norm gerecht zu werden. Doch was ist diese gesellschaftliche Norm? Wer legt sie fest? Und sollte nicht jede Familie ihren ganz eigenen Weg gehen ohne dafür schon während der Schwangerschaft kritisiert zu werden?

 

Das waren sie meine Top 5 der Sprüche / Fragen, die man eigentlich nicht mehr hören möchte.

Ich stehe diesen Sätzen sehr kritisch gegenüber, denn meiner Meinung nach sollte man Familien während einer Schwangerschaft unterstützen und nicht durchgehend kritisieren / verunsichern. Genau dies tun sie nämlich oftmals. Gerade in meiner ersten Schwangerschaft war das nämlich der Fall. Ich denke, dass das nicht der Sinn und Zweck der Sache sein sollte. Vielleicht meinen es manche Menschen gar nicht böse, wollen nur beratend zur Seite stehen, doch hierbei sollte auf die Wortwahl geachtet werden. Denn wie sagt man so schön: Der Ton macht die Musik.

Also liebe Menschen da draußen, denkt doch demnächst zweimal über solche Aussagen nach, denn ihr hättet sie bestimmt auch nicht gern permanent gesagt bekommen. 😉

Nun zu euch! Wurdet ihr auch mit solchen Aussagen konfrontiert? Was waren eure persönlichen „Highlights“?

*** Achtung! Achtung! Diesen Text bitte nicht zu ernst nehmen. Gut gemeinte und vom Herzen kommende von Frau zu Frau oder Mama zu Mama Ratschläge hören wir uns natürlich weiterhin gerne an.